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FRDA-Gen

Das FRDA-Gen wurde 1996 von Dr. Massimo Pandolfo und seinem Team bei Forschungsarbeiten am Department of Neurology und Neurosurgery der McGill University in Montreal entdeckt. Das Gen befindet sich auf
Chromosom 9/q13-q21.1.
Bei FA gibt es eine Mutation dieses Gens, welches für ein Protein namens Frataxin kodiert.

Bei diesem Gen wird im ersten Intron eine Expansion eines Triplett-Repeats beobachtet. In den meisten Fällen betrifft es das Triplett GAA. Dieses Triplett wird normalerweise ungefähr 40 Mal repetiert, bei FA jedoch ist dieser Wert viel zu hoch, GAA wird bis zu tausend Mal repetiert. Dadurch entsteht in diesem DNA-Abschnitt keine normale Doppelhelix, sondern eine komplizierte Struktur aus drei oder mehreren DNA-Strängen, die man als DNA-Triplex bezeichnet. Da sich der Repeat in einem Intron befindet, wird die Ausdrucksfähigkeit des Gens nicht beeinträchtigt, es verhindert aber, dass Frataxin in normalen Mengen produziert wird. Es handelt sich um einen rezessiven Erbgang, da beide Genkopien einen Fehler aufweisen müssen. Ist nur eine Kopie fehlerhaft, kann die andere immer noch genug Frataxin herstellen. FA-Patienten haben also zu wenig Frataxin, aber was ist Frataxin?


Artikel von Bernhard Bauernhofer / Prof. Dr. Juan J Archelos
 

Downloads
FA.pdf
FRDA2003.pdf
FRDA1999.pdf
Assembly_of_Frataxin.pdf
 




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