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Was man selber tun kann!

Wie für jeden anderen Rollstuhlfahrer ist es auch für FA-Patienten leichter, z. B. Transfers vollständig über die oberen Extremitäten durchführen zu können. Damit will ich nicht sagen, dass alle FA-Patienten sofort auf einen Rollstuhl angewiesen sind, aber es steht ihnen möglicherweise bevor. Also sollten sie früh genug damit beginnen, die Muskelpartien des gesamten Oberkörpers zu trainieren.

Ich habe keine wissenschaftliche Beweise, ich weiß aber aus persönlicher Erfahrung, dass durch genügend Kraft nicht nur körperliche An-strengungen (z. B. der Transfer vom Rollstuhl ins Bett) leichter sind, sondern sich allgemein die Koordination der oberen Extremitäten leicht ver-bessert. Es verbessert sich auch der Allgemein-zustand. Und nicht zu verachten ist der psychische Faktor: Man fühlt sich einfach um vieles besser, wenn man sich körperlich betätigt hat.

Viele, die das jetzt lesen, werden sich fragen, wie man trotz einer FA anständig seine Muskeln trainiert? Mehr dazu im Artikel Training.

Da die FA eine progressive Krankheit ist, kommt es immer wieder dazu, dass allgemeine Tätigkeiten die Feinmotorik betreffend (z.B. Handschrift oder der Umgang mit Essensbesteck) sich langsam verschlechtern bzw. „verlernt“ werden. Ich halte es für äußerst wichtig, sich alles so lange wie nur irgendwie möglich zu erhalten und nicht gleich aufzugeben bzw. auf Hilfsmittel umzusteigen.

Besonders gut ist es, wenn man Möglichkeiten findet, sich sportlich zu betätigen, z. B. mit einem Handbike oder einfach durch viel Rollstuhlfahren im Freien (je nach Stadium der Krank-heit). Auch um das Gefühl zu kriegen, etwas geleistet zu haben. Egal was man tut, man darf nur nie, schon bevor man es zumindest probiert hat, sagen: „Das kann ich nicht, bei der Krank-heit geht das nicht…“ Einfach ausprobieren, dann merkt man schon, was möglich ist.

Wie gesagt: Ich kann zu diesem Thema nur Tipps geben. Jeder FA-Patient muss selbst herausfinden, was für ihn der beste Weg ist, um seine Selbstständigkeit zu erhalten.


Artikel von Bernhard Bauernhofer
 

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