FARA hat kürzlich Dr. Michael Murphy, einem von 2 Forschern der Universität Otago (USA), für die Entwicklung von MitoQ und MitoVitE eine Förderung zugesprochen. Es handelt sich dabei um neue, bessere Abkömmlinge des Coenzyms Q10 (Idebenone) und Vitamin E: Mittel, die allgemein antioxidierend wirken und die Bildung von freien Radikalen verhindern.

CoQ10 ist eine Komponente der Mitochondrien, Vitamin E findet man in grünem Blattgemüse. Beides kann man nahrungsergänzend zuführen. CoQ10 kann Wunder wirken bei Erkrankungen der Mitochondrien, die durch einen Mangel an CoQ10 verursacht werden. Doch bei FA erzielte man nicht den gewünschten Erfolg, nämlich eine Verbesserung der Bewegungsabläufe bzw. der Ataxie, jedoch Verbesserungen anderer Erscheinungen (siehe Idebenone) dieser Krankheit. CoQ10 wird bei Einnahme aber sehr schwer in die Mitochondrien transportiert, besonders schwer ins Gehirn, wo es bei FA ja wirken soll. MitoQ hingegen soll direkt auf Mitochondrien abzielen. Durch Beifügen einer weiteren Substanz (TPMP oder FCCP) zum Quinone (CoQ10) will man das Antioxidationsmittel dort konzentrieren, wo bei der FA der meiste Schaden durch freie Radikale entsteht: in den Mitochondrien.
Erste Versuche zeigten, dass sich die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien in den Muskeln, im Gehirn, im Herzen und anderen Organen bei normalen Mäusen stark erhöht, denen MitoQ oder MitoVitE durchs Trinkwasser verabreicht wurde. Bei Tests an isolierten Zellen bzw. Mitochondrien in einem Labor zeigte sich, dass die Präparate sich an den gewünschten Stellen mehrere 100 Mal mehr akkumulieren als herkömmliches CoQ10 bzw. Vitamin E. Als nächstes sind Tests dieser Präparate an Labormäusen geplant.
Artikel von Bernhard Bauernhofer
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