| Samstag, 3. April 2004 - Zum ersten Mal wurde die Wirkung des Chemotherapeutikums Cisplatin an isolierten Zellen von FA-Patienten getestet. Man konnte eine vermehrte Produktion, des bei FA-Patienten fehlenden Proteins Frataxin beobachten.
Cisplatin ist ein Pharmazeutikum, welches schon seit langem in der allgemeinen Chemotherapie verwendet wird. Bei einer Impfung werden dem Körper Krankheitserreger injiziert, die die Produktion von Antikörpern hervorruft.
Ähnlich diesem Prinzip manipuliert Cisplatin die DNA-Struktur und initiert somit einen körpereigenen Reperaturprozess, der eine vermehrte Produktion des Proteins Frataxin bewirkt.
Bei der Anwendung eines Chemotherapeutikums sind jedoch unerwünschte Nebenebwirkungen nicht ausszuschließen. Genau hier liegt auch die Gefahr bei einer möglichen Behandlung der FA mit Cisplatin, da es möglicherweise mehr schädigen als helfen könnte. Trotz dieser Gefahren stellt Cisplatin eine neue Hoffnung in der Behandlung der Friedreich´schen Ataxie dar. Näheres zu Cisplatin, sowie den originalen Forschungsbericht finden Sie im Artikel Cisplatin.
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